Test: Bioshock (iOS)

Vor kurzem erst angekündigt, jetzt schon auf dem iPad Air: Bioshock. Eines meiner absoluten Lieblins-Serien und damit auch direkt ein Pflichtkauf für mich um das Spiel auf meinem Tablet spielen zu können. Und dabei staune ich erneut welche Spiele wir heute auf mobilen Geräten spielen können.

Ich denke auf die Story brauche ich nicht eingehen, da sie nicht geändert wurde und jeder Spieler Bioshock kennen sollte. Kurz erklärt: Der Protagonist Jack stürzt im Jahre 1960 mit einem Flugzeug über dem Atlantik ab und rettet sich in einem Leuchtturm, in dessen inneren sich ein Fahrstuhl befindet, der uns direkt in eine vom genetischen Bürgerkrieg zerstörte Unterwasser-Stadt Namens Rapture bringt. Atlas, ein Bewohner von Rapture, kontaktiert Jack per Funk und informiert ihn über den gegenwärtigen Zustand der Stadt. So sind alle Opfer der Substanz ADAM. Damit lässt sich der Mensch mit neuen Fähigkeiten ausstatten. Auch Jack kommt mit der Substanz in Berührung und entwickelt so im Laufe des Spieles neue Fähigkeiten. Aber auch herkömmliche Waffen stehen einem zur Verfügung, während man sich durch Rapture kämpft.

Was direkt auffällt: Die Grafik ist deutlich abgespeckt. Das Spiel wirkt als hätten wir bei der PC-Version alle Einstellungen runter gemacht: Pixelig und Detailarm. Licht- und Schatteneffekte wurden ebenfalls eingespart. Die Steuerung ist in Ordnung und besser als gedacht. Das Menü wirkt gequetscht und sieht wie das Spiel unschön aus. Als hätte man das Menü dem Display zusammen gepresst, damit es iOS-Geräte tauglich ist.

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Auch der Sound wirkt leider heruntergeschraubt. Er wirkt billig und komprimiert. Das ist er sicher auch, damit alles in eine wenige Gigabyte grosse Version passt, aber hier leidet die Qualität deutlich darunter. Man sieht hier scheinbar eher den schnellen Euro für ein wirklich tolles Spiel, welches man aber in der hässlichen Optik ungern spielen möchte. Dann doch lieber ein günstiger Steam-Key und in einer hübschen, dem Spiel angemessenen Grafik spielen. Bioshock wirkt hässlicher denn je und auch der Glanz von Rapture verschwindet in der iOS-Version.

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Die Sprache ist übrigens auf Englisch. Ob eine deutsche Sprachausgabe nachgereicht wird, weiss ich nicht, aber die Synchro war immer überzeugend bei den Bioshock-Titeln. Daher vermisse ich die deutsche Sprachausgabe durchaus. Die vorhandenen Untertitel sind zwar nützlich, aber ich hätte lieber die deutsche Fassung gehabt.

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Fazit

Der Preis liegt bei 13,99 Euro, was ich als zu viel erachte. Wer sich das Spiel kaufen will, sollte vor dem Kauf aber  unbedingt auf die im App Store angegebenen Systemvoraussetzungen achten. Das Spiel geht nicht auf älteren Geräten.

Aber ganz ehrlich: Spart euch das Geld. Nach der Meldung auf ifun das Spiel sei veröffentlicht habe ich mich gefreut. Aber die Stimmung wird durch die echt hässliche Grafik getrübt. Da sehen Spiele von beispielsweise Gameloft für weniger Geld weitaus hübscher aus. Und mir kann keiner sagen es ist kein anständiger Port möglich. Das wirkt einfach dahin gerotzt.

 

Written by Jochen