Test: Wiko Stairway

Unbekannte Geräte zu testen ist immer wieder spannend, denn man weiß nie welche Qualität einen erwartet. Wo beim Oppo das Gerät durchaus überzeugt hat, war der Support eine absolute Enttäuschung. Dieses Gerät stammt von einer französischen Firma Namens Wiko. Wiko ist laut GFK Daten die Nummer eins im französischen Online Smartphone-Markt sowie die Nummer drei im nationalen Smartphone-Markt. Damit gemeint sind die Online Verkäufe von Smartphones in Frankreich ohne Umsatz der Netzbetreiber. Und genau diese Firma will sich jetzt auch auf dem deutschen Markt probieren und bringt mit dem Stairway mittlerweile das fünfte Gerät. Erschienen ist es noch nicht, lässt sich aber bei Amazon für 269 Euro vorbestellen. Und daher freue ich mich als einer der wenigen euch diesen exklusiven Test anbieten zu dürfen

Das Wiko Stairway ist übrigens ein Smartphone, welches Dual SIM unterstützt. Dabei werden zwei SIM-Karten gleichzeitig benutzt. Von diesen Smartphones gibt es auf dem Markt nicht viele und schon gar nicht viele, die auch etwas taugen. Im Stairway selbst werkelt eine Quadcore CPU mit 4 x 1,2 GHz. An Arbeitsspeicher hat das Smartphone 1 GB RAM und für das abspeichern der Daten bietet es 16 GB ROM. Der Speicher ist mit einer MicroSIM bis zu 32 GB erweiterbar. Das HD IPS-Display bietet eine Größe von 5 Zoll mit einem kratzfesten Gorilla Glass. Für Fotos sorgt eine 13 Mega Pixel Kamera vorne und eine 5 Mega Pixel Kamera für Videotelefonate oder Aufnahmen von sich selbst. Bei der Kamera handelt es sich übrigens um selbige, die auch in das Sony verbaut wurde. Installiert ist Android Version 4.2.1 Jelly Bean, welches sich als sehr stabil erweist und völlig ausreichend ist. Für Datenverbindungen verfügt das Smartphone über HSPA+, Bluetooth 4.0 und WLAN.  Das Smartphone ist in den Farben Activ White und Silver Grey erhältlich. Mir liegt die silberne Variante vor und die schauen wir uns auch mal an.

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In der Verpackung selbst, die etwas an die neuen Verpackungen der iPhones erinnert, befindet sich ein Kopfhörer mit Flachbandkabel. Weiterhin ein Akku, Anleitungen und ein USB-Kabel samt Netzadapter – ebenfalls mit einem Flachbandkabel und ein ausreichenden Länge. Was direkt auffällt: Das Smartphone ist wirklich gut verarbeitet und wirkt zu keinem Zeitpunkt billig. Inklusive dem 2000 mAh Li-Po Akku wiegt das Smartphone 164g. Die Abdeckung des Akkus und der Karten ist aus einem Samsung-Bekannten Plastik. Auch die Optik ähnelt dem Note 2 deutlich. Anders und besser ist hier allerdings der Rahmen, der aus Metall ist. Das macht sich in der Qualität und in der Hand durchaus bemerkbar. Es fühlt sich einfach im Ganzen nicht nach billigem Plastik an. Und damit ihr das auspacken und etwas vom Smartphone sehen könnt, habe ich mir ja eine Kamera gekauft und euch dieses Video gemacht. Bilder sagen einfach mehr als tausend Worte.

Bleiben wir beim Optischen, denn auch die Kamera ist heute in einem Smartphone wichtig geworden und hier verbaut Wiko laut Quellen die selbe Kamera wie Sony in seinem Top-Gerät.

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Das macht sich auch in der Qualität der Bilder bemerkbar. Ein paar habe ich geschossen, die ihr hier unverändert (sind also etwas größer) sehen könnt. Einfach anklicken und das Bild öffnet sich:

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Aber auch die Videokamera habe ich getestet und hier ein Video gemacht. Die Qualität ist wirklich nicht schlecht, der Ton etwas dumpf. Dafür überzeugt das Bild und das Makro. Die Kamera hat auch mit sehr nahen Objekten keinerlei Probleme.

Auch überzeugen, um es mal abzukürzen, tut auch der Rest. In meinem obigen Video habt ihr auch die Spiel-Tauglichkeit gesehen und da ruckelt wirklich gar nicht. Beim touchen und sliden und was man nicht alles machen kann, ruckelt ebenfalls nichts. Surfen, auch auf Chrome, verläuft tadellos. Beim Autofahren mit einer Navi-App braucht das Smartphone ein paar Sekündchen bis paar Minuten um ein GPS Signal zu finden, aber wenn er es mal hat, dann lässt er es auch nicht mehr los. Das WLAN konnte am Ende ebenfalls doch noch überzeugen. Die Surf-Geschwindigkeiten im WLAN oder auch Handynetz sind ebenfalls echt flott.

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Für mich ganz wichtiges Thema: der Akku. Der liegt bei dem Gerät bei „nur“ 2000 mAh. Allerdings kann man aus diesem echt eine Menge raus holen. Bevor ich das Gerät bekommen habe und die französischen Reviews auf Amazon.fr gelesen habe, hatte mich eine besonders beunruhigt. Dort sprach jemand von 7 % innerhalb 5 Minuten. Das kann ich nicht bestätigen und mit der App JuiceDefender Ultimate  lässt sich aus dem Akku noch ordentlich etwas rausholen. Diese App kontrolliert alles, was am Akku saugt. Man kann zum Beispiel einstellen, dass beim Sperrbildschirm das Smartphone alle Verbindungen ausschaltet. Man kann aber auch Ausnahmen einstellen, so dass man keine Whatsapp-Nachricht verpasst. Weiterhin kann die App Wifi Netze erlernen, so dass die App das WLAN ausschaltet, sobald ihr bei euren bekannten Netzen keinen Empfang mehr habt. Ist von vorne bis hinten wirklich sinnvoll und das Wiko Stairway springt auf diese App besonders gut an. Beim Padfone 2 war das leider nicht so, da die App das Smartphone nicht wirklich unter Kontrolle hatte. Hier ist das anders und so kam ich einen Tag bei 12 Stunden auf einen Verbrauch von 12 % inklusive Whatsapp zwischendurch nachschauen oder auch mal E-Mails checken und Telefonieren. Das ist bei solch einem Akku in Verbindung mit dieser Hardware echt bemerkenswert gut.

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Eine weitere Besonderheit gegenüber anderen Smartphones und Marken ist die Möglichkeit bei Wiko und all sein Geräten zwei SIM-Karten zu nutzen. Das verbraucht auch nicht extra viel Strom. Erweist sich aber in der Praxis recht nützlich, denn im Leben wechselt man ja sicher auch mal die Arbeit oder man hat einen Nebenjob oder was auch immer. Und da begegnet man vielen Menschen, die man danach vielleicht nicht mehr sieht oder sehen möchte und da kann man sich dann eine PrePaid-Karte kaufen (gibt es sogar teilweise umsonst) und kann diese Nummer an alle verteilen. Später schmeißt man die Karte einfach weg oder kündigt die Karte und besorgt sich einfach eine neue Karte. Die Hauptnummer leidet dabei nicht, denn die hat man den Menschen auch nicht gegeben. Oder, weil gerade das Thema Datensicherheit ein Thema ist, man gibt die zweite Nummer auf Websites, Online-Shops oder wo auch immer man eine Nummer im Internet angeben muss an. Wie es Spam-Mailadressen gibt, kann man sich hier eine Nummer für eben den telefonischen Spam, der vielleicht kommen mag, anlegen. Ich finde das sinnvoll und technisch funktioniert das auch sehr gut. Man kann in den Einstellungen direkt festlegen welche Karte für welche Aufgaben angesteuert werden soll. Erreichbar ist man aber immer auf beiden Karten. Bei Anruf sieht man direkt welche Nummer der Anrufende gewählt hat und bei ausgehenden Anrufen kann man entscheiden welche Karte man nutzen möchte. Auch im Telefonbuch kann man Kontakte der SIM-Karten zuordnen. Wie ich finde echt praktisch und bisher litt immer die restliche Hardware bei Dual-SIM-Smartphones. Hier bekommt die Funktion und noch ein flottes Smartphone dazu.

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Fazit

Was soll ich sagen? Ich bin begeistert und ich denke das merkt man auch in meinem Video am Ende. Und das zu schaffen ist definitiv nicht einfach. Ich war skeptisch, aber diese Skepsis vor einer unbekannten Marke war diesmal kein Reinfall. Über eine Support-Erfahrung kann ich nicht schreiben, aber vielleicht kommt das noch. Das Smartphone selbst kann aber in allen Belangen überzeugen. Auch die Möglichkeit zwei SIM-Karten zu nutzen gefällt mir echt gut.

Das Smartphone gibt es übrigens in der Farbe Arctic White und Silver Grey. Der Preis liegt bei 269 Euro und den ist das Smartphone locker wert und braucht sich daher vor der überteurten und mit Sensoren vollgestopften Konkurrenz wie Samsung und Co nicht verstecken.

Hier geht es übrigens zur Facebook-Seite von Wiko.

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Written by Jochen